9 Tage: Oberaargau – Gotthardpass – Comersee – Bergamo – Vicenza – Piran – Zagreb – Steyr – Cesky Krumlow – Passau – Lechtal, Klostertal – Toggenburg – Oberaargau

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Tag 1
Da wir immer sehr spontan unterwegs sind und uns vom Wetter, spontanen Ideen und erhaltenen Tips leiten lassen, führte uns die Tour Ende Mai/anfangs Juni 2022 zuerst Richtung Süden. Über die Axenstrasse und den Gotthardpass fuhren wir Richtung Comer-See, über kurvenreiche Strassen via Colma di Sermano an den östlichen Arm des Comersees und weiter nach Bergamo, unser erstes Ziel. Oft in der Nähe vorbeigefahren aber noch nie die Altstadt besichtigt, das wollten wir nun nachholen. Wir übernachteten im Hotel Best Western Capello d‘oro, das sehr gut gelegen ist, aber der Hotelparkplatz war unverschämt teuer
Den Abend mit Nachtessen verbrachten wir oben in der Altstadt, die man sich zuerst mit dem Aufstieg verdienen muss. Es hätte auch ein Bähnli.
Tag 2
Um vorwärts zu kommen, fuhren wir von Bergamo zuerst ein Stück Autobahn, was an einem Montagmorgen mit all den Lastwagen nicht empfehlenswert ist. Dann ging es auf Landstrassen zum Lago d‘Idro und weiter via Capovalle, Navazzo, Gargnano zum Garda-See. Von dort über Mori, Rovereto, Schio nach Vicenza, das wir auf der Karte sehr spontan ausgewählt hatten. Wie oft in Norditalien, hat auch Vicenza eine sehr schöne Altstadt. Übernachtet haben wir im Hotel Doge, ein ruhiges, sauberes Hotel mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Die Altstadt konnten wir von hier gut zu Fuss erkunden.
Nachtessen im Restaurant Julien in der Altstadt, was wir sehr empfehlen können.

Tag 3
Heute mussten wir wieder einen Teil Autobahn fahren, nach Monfalcone und weiter auf der Küstenstrasse nach Triest, wo wir am Hafen einen kurzen Stop machten. Unser Ziel heute war ein erhaltener Tip, Piran an der slowenischen Küste.
Das ist ein wunderschöner Ort, den wir sehr empfehlen können. Ebenfalls das Hotel Piran, wo wir übernachtet haben. Direkt am Wasser, super Aussicht, ideal zum Relaxen und Baden.

Tag 4
Da es so schön war, beschlossen wir, 2 Nächte zu bleiben und einen Ruhetag einzulegen, um Piran ausgiebig zu besichtigen, inkl. hochklettern zur Stadtmauer und danach relaxen, baden und gut essen.
Tag 5
Heue war die spontane Idee, nach Zagreb zu reisen. Wir waren zwar schon oft in Kroatien unterwegs, aber noch nie in der Hauptstadt. Zuerst wieder ein Stück auf der Autobahn und dann sehr kurvenreich durch Wälder und Dörfer, vorbei an Ljubljana, das wir früher schon mal besucht hatten und entlang der Sava nach Zagreb. Das Hotel hier nennen wir nicht, das Zimmer war furchtbar, dafür das Essen in der Altstadt gut und eine sehr freundliche Bedienung. Die Altstadt besteht mehr oder weniger aus Bars und Beizen en masse, die schönen Häuser werden fast nicht wahrgenommen. Ein zweites Mal müssen wir da nicht mehr hin, können es aber auf unserer bucket list abhaken.
Tag 6
Da die Zeit beschränkt ist, muss es irgendwann wieder Richtung Norden oder Westen gehen. Wir entschieden uns für Norden, zuerst auf der Autobahn Richtung Maribor – Graz, danach über Land durch die Steiermark. Wir entschieden uns spontan für Steyr in Oberösterreich als nächstes Ziel. Das Stadthotel Styria können wir zum Übernachten sehr empfehlen und den Biergarten Schwechaterhof zum Essen ebenfalls.

Tag 7
An der Hotel-Reception haben wir am Morgen den Tipp erhalten Cesky Krumlov in Tschechien zu besuchen, was wir spontan umgesetzt haben. Und es hat sich wirklich gelohnt. Das ist eine wunderschöne Stadt, fast märchenhaft. Wir hatten nicht so viel Zeit, um alles zu erkunden, weil wir einerseits mit den Motorradkleidern unterwegs waren und auch noch Regen aufzog. Wir kommen wieder und nächstes Mal übernachten wir hier.
Eben, zum ersten Mal ein bisschen Regen, aber irgendwann muss man trotz Wetter wieder Richtung Heimat. Auf der Landstrasse fuhren wir nach Passau. Da waren wir auch schon für einen kurzen Stop, nun wollten wir hier übernachten und die Altstadt gründlich erkunden. Übernachtet haben wir im Hotel Premier Inn Weisser Hase, direkt an der Fussgängerzone gelegen. Es hatte sehr viele Touristen, die das gleiche vorhatten wie wir: Die Altstadt und den Zusammenfluss Inn / Donau besuchen.
Das Nachtessen hatten wir in einer alten, urchigen Beiz, mit einem eben so alten, kauzigen Kellner, der uns erst gar nicht bedienen wollte, weil er unsere Bestellung nicht verstand. Auf Intervention des deutschen Gasts nebenan hat er sich dann doch noch die Mühe gemacht, uns zu bedienenn, aber seine jüngere Frau kochte hervorragend.

Tag 8
Auf der Autobahn ging es nach München und dann auf der Landstrasse nach Füssen und weiter nach Reutte und das Lechtal hoch bis Lech, wo wir übernachten wollten. Leider waren die Hotels noch im Frühlingsschlaf, ebenso in St. Anton bzw. in der ganzen Arlberg-Region. In Klösterle wurden wir dann endlich fündig für ein Zimmer im Klostertalerhof, knapp bevor der Regen und Hagel kam. Das Hotel und Restaurant können wir wärmstens empfehlen, sehr freundliche Gastgeber und tolles Essen.
Tag 9
Vom Voralberg ging es zurück in die Schweiz, durch das Toggenburg und weil wir nicht direkt nachhause wollten, weiter durch Schweizer Dörfer und Landschaften, die wir noch nicht alle kannten, bis an den Rhein und dann durch den Aargau zurück nachhause.
Fazit: Wir sind vor allem in Norditalien viele wunderschöne, kurvenreiche Strecken gefahren. Der östliche Arm des Comersees gefällt uns viel besser als der westliche. Kleine Dörfer, kurvenreich, tolle Aussicht.
Piran/Slowenien, Steyr/Oberösterreich und Cesky Krumlov/Tschechien sind absolute Geheimtips und eine Reise und einen weiteren Besuch wert.
Zagreb können wir auf der To Do-Liste abhaken, kann man, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben.
Sehr empfehlen können wir
Hotel Piran, Piran
Klostertalerhof, Klösterle
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