2021 Deutschland – Österreich – Slowenien – Italien

11 Tage: Oberaargau – Aargau – Schwarzwald – Ulm – Bayern – Oberösterreich – Traunsee – Steiermark – Graz – Slowenien – Maribor – Kranj – Logar-Tal – Kärnten – Arnoldstein – Slowenien – Radovna-Tal – Italien – Gardasee – Tessin – Sant’Abbondio – Gotthard – Oberaargau


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Tag 1
Via Brugg/Kaiserstuhl sind wir in den Schwarzwald gefahren, vorbei am Schluchsee und Titisee. Für die erste Übernachtung haben wir uns unterwegs Ulm ausgesucht, weil wir schlicht noch nie dort waren.
Wir übernachteten mitten in der schönen Altstadt im Hotel am Rathaus.
Gegessen haben wir im Zunfthaus der Schiffsleute, wo es feine traditionelle Speisen gibt. Und es war sehr heiss, über 30 Grad.

Ulm

Tag 2
Von Schwaben ging es am nächsten Tag nach Bayern via Chiemsee und dann via Salzburg nach Gmunden am Traunsee. Eine gemütliche Ferienregion. Übernachtung im Hotel Keramik am Goldenen Brunnen. Es war wiederum sehr heiss und der See lud zum Baden ein. In der Weinstube Spies hatten wir ein feines Nachtessen. Aufgefallen sind uns das sehr unkomplizierte und freundliche Personal inkl. Chef. Das Restaurant ist in einer Altstadtgasse gelegen, aber mit schöner Aussicht auf den See. Unbedingt vorher reservieren. Ohne Anruf von unserem Hotelmanager bei seinem Kollegen hätten wir keinen Tisch in der 2. Schicht erhalten.

Gmunden am Traunsee

Tag 3
Von Oberösterreich ging es auf kurvenreichen Strecken in die Steiermark. Vorbei am Attersee, Bad Ischl, Bad Goisern, Liezen, Mondsee, Tauern, Judenburg, Salla, Köflach zu unserem heutigen Ziel Graz. Wir haben im Hotel Weitzer genächtigt, das wir sehr empfehlen können. Sehr freundliches und hilfsbereites Personal. Im Rest. Steirer haben wir sehr gut steirisch gegessen, sehr flotte Bedienung. Auch hier ist eine Reservierung nötig. Vorher haben wir aber bei 33 Grad die schöne Altstadt besichtigt und den geschichtsträchtigen Schlossberg erklommen.

Graz

Tag 4
Von Graz sind wir überland nach Maribor gefahren. Da es nicht so viel zu besichtigen gibt, haben wir nur einen Kaffeehalt gemacht. Es hat ein paar wenige schöne Gebäude/Plätze, aber keine sehenswerte Altstadt. Danach ging es auf kurvenreichen Strassen Richtung Westen mit den Ziel Logar-Tal. Morgens um 9 war es schon 26 Grad. Im östereichisch/slowenischen Grenzgebiet war es etwas schwierig, den richtigen Weg zu finden. Irgendwann waren wir wieder zurück ennet der Grenze in der Steiermark und sind an Reben, Kürbisssen und vielen Öl-Mühlen vorbeigefahren. Dann vorbei am Soboth-Stausee und auf der österreichischen Seite weiter nach Kärnten und bei Bleiburg Richtung Paulitsch-Sattel. Leider verpassten wir die Abzweigung und fuhren weiter hoch zum Seeberg-Sattel und wieder runter nach Slowenien. Wir beschlossen, weiter zu fahren und ein Hotel zu suchen, was in dieser Gegend nicht so einfach war. Bei 33 Grad waren wir völlig durchgeschwitzt. In Kranj, hoch oben auf dem Hügel, wurden wir fündig im Hotel Bellevue, das seinem Namen gerecht wurde. Eine tolle Aussicht und freundliche Bedienung. Das Seminar-Hotel ist am Wochenende nur schwach besetzt und zum Essen gibt es Selbstbedienung. Aber wir hatten ein Bett, Dusche und eine Terrasse mit atemberaubender Aussicht und ein Znacht.

Aussicht Hotel Bellevue Kranj

Tag 5
Da die Zufahrtsstrasse zum Hotel ab 7 Uhr gesperrt wurde für Unterhaltsarbeiten, sind wir um 6:45 ohne Frühstück losgefahren. Wir nahmen einen zweiter Anlauf ins Logar-Tal. Von Kranj war es eine schöne, abwechslungsreiche, kurvige Streckenführung Richtung Logar-Tal. Schon das Zufahrtstal war sehr schön und erinnerte an das Verzasca-Tal im Tessin. Dann endlich die Abzweigung Richtung Logarska Dolinata. Die Strasse wäre Maut-pflichtig, aber um diese frühe Uhrzeit war noch niemand da, um einzukassieren. Das Tal ist super zum Wandern und biken und wunderschön mit dem Bergpanorama, Bach und Wäldern. Da die Strasse grösstenteils im schattigen Wald verläuft, war das bei den heissen Temperaturen super, aber man sieht nicht so viel von der atemberaubenden Landschaft. Das kleine Logar-Tal gilt als eines der schönsten Alpentäler. Auf dem Retourweg machten wir bei einer Pension/Gasthaus Halt, um einen Kaffee zu trinken. Wir fragten nach einem Brötchen, weil wir noch kein Frühstück hatten. Was uns die freundliche und bescheidene Wirtin dann auftischte, war ein sensationelles Frühstück, das als Brunch für 4-5 Personen durchginge. Und dazu die fantastische Aussicht auf das Bergpanorama. Der Tag war bereits gerettet. Von der Abzweigung Logar-Tal würde die Strasse zum Paulitsch-Sattel nach Kärnten führen, den wir am Vortag verpasst hatten und nun für den Rückweg nach Österreich fahren wollten. Nur leider war die Strasse gesperrt und eine Umleitung. Bei der Umleitungs-Abzweigung standen etwa 6 Tschechen mit Enduro-Maschinen und werweisten. Sie erzählten uns, es hätte zwei Mal mehrere Km Naturstrasse. Wir versuchten es, eine Umleitung wird ja kaum über Schotterpisten führen. Die Strasse war an mehreren Stellen nicht geteert, aber befestigte Naturstrasse. Für den Motorrad-Piloten trotz Vollladung und 2 Personen mit umsichtigem Fahren kein Problem. Die Aussicht auf die Berge und runter ins Logar-Tal waren einfach super und die Umleitung lohnend. Dann stiessen wir wieder auf die normale Strasse zum Paulitsch-Sattel hoch und auf der Kärtner Seite runter nach Bad Eisenkappel und auf kurvenreichen Strassen über Zell Pfarre Richtung Villach.
Am Faaker-See machten wir einen Badehalt, um uns abzukühlen und dann weiter nach Arnoldstein/Erlendorf, um Onkel und Tante zu besuchen. Wir machen zwei Tage Rast in einem privaten Fremdenzimmer. Abends gab es Brettljause bei Oitzel und dann zu Fuss zurück zu Onkel/Tante auf einen Drink, wo noch ein weiterer Onkel und Cousin/Cousine dazustiessen. In gemütlicher Familenrunde beendeten wir diesen Tag.

Frühstück in der Pension Kmecka Hisa Ojstrica, Logartal

Tag 6
Nach einem ausgiebigen Frühstück (unser Gastgeber Siegmund Kröpfl meinte es gut mit uns) machten wir einen Ruhetag in der wunderschönen See-Badi in Faak (fast schon Pflicht, wenn wir in der Gegend sind). Am Abend wieder Treff mit der Verwandtschaft im nahen Radler-Treff direkt an der Gail zur Bretl Jause, damit Tante/Onkel, die gesundheitlich angeschlagen sind, auch dabei sein konnten.

Tag 7
Wir beschlossen, den unterwegs erhaltenen Tip einer Kollegin umzusetzen und wieder nach Slowenien zu reisen, genauer gesagt ins Radovna-Tal. Ebenfalls ein wunderschönes Tal, das sich lohnt zu besuchen. Zuhinterst im Gasthaus nahmen wir einen türkischen Kaffe und dann ging es auf der anderen Seite runter nach Bled, immer wieder schön am See. Es war eine schöne Strecke, meistens im Wald entlang eines klasklaren Flüsschen. Danach schöne und kurvenreiche Strecke über Bohnjska Bistrica, Tolmin, Kobarid und über die Grenze nach Italien Richtung Udine, Tompezzo, Ampezzo nach Forni di Sopra in den Dolomiten, wo es wesentlich kühler war. Beim Trinkhalt beschlossen wir kurzerhand, im Hotel Post ein Zimmer zu nehmen und die Nacht hier zu verbringen. Wie immer alle sehr freundlich und hilfsbereit. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Garten mit Pool mit Lesen.

Bled

Tag 8
Weiterfahrt durch die Dolomiten, über kurven- und aussichtsreiche Passstrassen über Cadore nach Cortina dAmpezzo. Nicht nur mondän sondern auch spektakulär gelegen inmitten der imposanten Dolomiten-Bergwelt. Immer wieder schön. Weiter über Pocol, Falzarego-Pass, Arabba, Porsoi nach Canazei, ebenfalls vorbei an imposanten Dolomiten-Bergen. Über Fassa dann runter ins Südtirol, ein Stück auf der Autobahn Richtung Bozen Trient, mit dem Ziel Garda-See, weil hier das Wetter am besten schien. In Limone al Garda haben wir im Hotel Garda Bellevue ein Zimmer mit tollem Ausblick auf den See gefunden. Da uns die Anlage so gut gefiel, haben wir spontan eine weitere Nacht hinzu gebucht.

Limone al Garda

Tag 9
Faulenz- und Badetag. Am Vormittag am See. Ohne Mätteli/Liegestuhl auf dem Steinchen-Strand nicht sehr bequem. Zudem ziemlich windig und am Schatten eher kühl. Als uns die deutschen Strandferien-Typen ziemlich nah und arrogant auf die Pelle rückten und ihre Tücher 10 cm von unseren ausbreiteten und das in Covid-Zeiten, und uns ihre Bikes vor die Nase stellten, hatten wir die Nase voll und verzogen uns an den Hotel-Pool mit Abstand, Ruhe, Liegestuhl und Schatten und verbrachten den Tag lesend, schlafend, badend und trinkend.

Tag 10
Da wir genug kurvenreiche Strassen gefahren waren und die Pneus nicht mehr so super waren, ging es relativ direkt in die Schweiz. Zuerst entlang dem Gardasee bis Sirmione im Samstagmorgenverkehr, dann Autobahn bis Bergamo, wo wir auf die Landstrasse wechselten, um der verstopften Autobahn um Mailand zu entgehen. Wir suchten online ein Grotto mit Zimmer und wurden im Bellavista in San‘Abbondio hoch oben am Südufer des Lago Maggiore fündig, wo wir das letzte Zimmer ergatterten. Da sehr enge Kurven in das Bergdörfli führen, beschlossen wir oben zu bleiben und den Nachmittag lesend im Garten zu verbringen. Die Aussicht im Zimmer reicht über die Hausdächer bis Locarno. Von der daneben gelegenen Kirchenterrasse hat man einen fantastischen Ausblick auf den See hinunter. Das dritte Mal eine Unterkunft mit Ausblick, die ihrem Namen gerecht wurde. Beim Nachtessen trafen wir weitere Motorradfahrer, die einen Wochenendausflug hierher machten.

Aussicht Grotto Bellavista San’Abbondio

Tag 11
Vom Lago Maggiore ging es auf dem direkten Weg nachhause durch die Leventina, über den Gotthard-Pass mit den üblichen Kafi-Halt beim Panorama-Restaurant, wo sie immer sehr freundlich und gut gelaunt sind. Entlang der Axenstrasse und dann via Autobahn nachhause.

Tour-Video

Fazit:
Wir haben wieder ein paar weisse Flecken – die teils schon länger auf der Wunschliste standen – auf der Landkarte getilgt und dank unserer Spontanität ein paar wunderbare neue Orte kennengelernt und liebenswürdige Menschen angetroffen. Die Reise war wegen den Corona-Schutzmassnahmen einfacher, als zuerst gedacht. Wir fühlten uns dennoch immer sicher und geschützt. Die Massnahmen sind mittlerweile in den besuchten Ländern fast überall gleich und einfach nachvollzieh- und umsetzbar. Die Einschränkungen waren minim und das spontane Reise so problemlos wie vor der Pandemie. Geblieben ist uns vor allem die einfache „3-G-Regel“ in Österreich: getestet, genesen oder geimpft. Das ist das Eintritts-Ticket zu Hotel, Restaurant (drinnen und draussen), Badeanstalten, usw.

Sehr empfehlen können wir
Logar-Tal, Slowenien
Pension Kmecka Hisa Ojstrica, Logarska Dolina, Solcava
Radovna-Tal, Slowenien
Pension Psnak, Radovna-Tal
Weinstube Spies, Gmunden am Traunsee
Hotel Weitzer, Graz
Restaurant „Der Steirer“, Graz
Hotel Bellevue, Krenj
Hotel Garda Bellvue, Limone sul Garda (Zimmer mit See-Sicht, der kleine Aufpreis lohnt sich)
Restaurant/Albergo Bellavista, Sant’Abbondio (einfache Zimmer, aber Super-Aussicht bei der Kirche)

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